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Sharkoon Rebel9, Rebel12 und Zubehör im Test - Druckansicht - Seite 1 von 9

Manchmal ist die Größe eben doch entscheidend. So zum Beispiel, wenn man vor den beiden Gehäusen Nr. 9 und Nr. 12 der Rebel-Serie aus dem Hause Sharkoon steht und sich entscheiden muss, mit welchem unser Test-Reigen denn nun eröffnet werden soll. Unweigerlich kommt der Blick auf dem beeindruckend massiven und raumgreifenden Big-Tower Rebel12 zu ruhen, der seinen kleineren Bruder Rebel9 um satte zehn Zentimeter überragt und bereits von außen eine Aura der Überlegenheit ausstrahlt.

Ob sich dieser Eindruck bei den inneren Werten des Gehäuses bestätigen wird, werden wir im Verlauf dieses Testberichtes sehen. Als Zubehör kommen zudem folgende Produkte von Sharkoon zum Einsatz: Mobile X-Changer (Docking-Station mit 2,5-Zoll Festplattengehäuse), Vibe Fixer (Festplattenentkopplung) und Anti-Vibes Power Supply (Entkopplung des Netzteils).

Ausstattung und Lieferumfang
Zunächst ein paar Hintergrundinformationen zu den beiden Probanten: Die beiden Rebellen von Sharkoon gibt es jeweils als Value- und als Economy-Version und beide in den Farben Silber und Schwarz. Für unseren Test hatten wir einmal das Rebel12 in der Value-Edition und das Rebel9 in der Economy-Edition, beide in scharz, sowie ein silbernes Rebel9 als Value-Edition. Die Versionen unterscheiden sich insofern, dass der Economy-Edition der 140 mm Lüfter in der Front fehlt und ein anderes Seitenteil ohne 250 mm Lüfter verbaut ist.

Rebel12 Value-Edition:


Rebel12 Value-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Eines gleich vorneweg: Weder beim Rebel9 noch beim Rebel12 handelt es sich um Gehäuse für das perfekt durchgestylte Wohnzimmer. Es sind beides PC-Gehäuse, welche als solche zu erkennen sind und die keinesfalls mit der sonstigen Einrichtung verschmelzen. Aber wer bei der Komponenten- und Laufwerksauswahl schon immer mal das "oder" streichen und durch ein "und" ersetzen wollte, der kommt bei beiden Modellen voll auf seine Kosten.

Rebel9 Value-Edition:

Die Front des Rebel12 bietet - wie der Name bereits vermuten lässt - Platz für zwölf Einschübe (ein 3,5 Zoll sowie theoretisch bis zu elf 5,25 Zoll Schächte), eine Zahl, bei der man durchaus ernsthaft ins Grübeln kommen kann, welche nette Spielerei man da noch zusätzlich einbauen könnte. Dem Rebel9 fehlen drei 5,25 Zoll Einschübe, dafür bekommt man dieses Gehäuse aber auch leichter unter den Schreibtisch.


Rebel9 Value-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Rebel9 Economy-Edition:


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im folgenden werden wir die beiden Gehäuse vorstellen, wobei wir uns in erster Linie dem Rebel12 widmen und an den entsprechenden Stellen auf die Unterschiede zum Rebel9 eingehen.




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Der erste Eindruck
So ganz sicher scheint sich Sharkoon dann doch nicht gewesen zu sein, was die Vollausstattung aller Laufwerksplätze angeht, ist doch werksmäßig der LED beleuchtete Frontlüfter so angebracht, dass er beim Rebel12 gleich vier und beim Rebel9 immerhin drei Schächte blockiert. Aus Prinzip und aufgrund männlicher Neugierde musste natürlich ein "Lässt sich das auch abbauen?"-Test durchgeführt werden. Zwei Handgriffe und der Lüfter kann in einer Runde Gehäuse-Tetris an die gewünschte Position verschoben oder auch ganz entfernt werden.


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Geräuschsensible Naturen werden sich für letztere Option entscheiden, denn der in der Value-Edition mitgelieferte Frontlüfter verfügt nur über einen 4-Pin Molex-Anschluss und sorgt für eine unangenehme Geräuschkulisse. Unverständlich auch, warum Sharkoon nicht von Haus aus einen Silent-Lüfter an der Rückseite anbringt, passende Modelle hat die Firma schließlich im eigenen Sortiment.


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Eine erste Inspektion des noch jungfräulichen Gehäuses offenbart ein stimmiges und sehr gut durchdachtes Konzept, bei dem hier und da der Preisklasse der Gehäuse Rechnung getragen wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine Haptik, welche den guten optischen Eindruck nur bedingt bestätigt. Speziell die Seitenwände sind sehr dünn und schreien bereits nach ersten, vorsichtigen Vibrationstests nach einer Beschwerung durch Dämmmatten.


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Das dünnen Wandstärken nicht gerade ein Wunder an Stabilität sind, mussten wir leider schon beim Auspacken feststellen. Unser Rebel12 hatte auf dem Deckel eine heftige Delle, die man allerdings dem Spediteur anlasten muss. Vor dem Test mussten wir das Gehäuse daher erst einmal ausbeulen, was auch weitgehend gelang.


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Die mitgelieferten, dankenswerterweise nicht-proprietären Halterungen für die Laufwerke, versprechen einen schnellen Ein- und Ausbau derselben. Der Umstand, dass sie aus wenig hochwertig anmutendem Plastik bestehen, nimmt man in dieser Preisklasse gerne in Kauf.




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Detaillösungen
Positiv fallen diverse andere Kleinigkeiten auf, welche die Investition von einiger Erfahrung und einer nicht geringen Menge an Hirnschmalz in die Konstruktion des Gehäuses nahelegen. Die vier Füße an der Unterseite ermöglichen einen sicheren und zugleich etwas gedämpften Stand.


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Alle Kabelanschlüsse der Front wurden auf der Innenseite zusätzlich mit Kleber fixiert, um die Gefahr eines versehentlichen Abreißens zu minimieren.


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Sogar für das Festziehen von Schrauben an schwer zugänglichen Stellen (z.B. die Fixierungen der Slots auf der Rückseite) sind von Haus aus entsprechende Öffnungen vorgesehen, die mit einem ausreichend langen Schraubenzieher eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Den Gewinden kann dies nur zuträglich sein!


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Die Auswahl der an der Front gebotenen Anschlüsse kann sich ebenfalls sehen lassen: Vier voll zugängige USB-Ports sowie die obligatorischen Stereo-Anschlüsse sind vorhanden, auf Firewire und eSATA hat der Hersteller hingegen verzichtet.


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Nur beim Rebel12 wurde der Audio-Abgriff als HD-Audio und AC97 ausgeführt, beim Rebel9 fanden wir hingegen nur einen AC97-Abgriff und der ist nicht mehr zeitgemäß.


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Sharkoon hat im Rebel12 bereits für Wasserkühlungen vorgesorgt und Leitungsmuffen für die Herausführung der Schläuche auf der Gehäuserückseite angebracht.


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Aufgrund seiner Größe bietet sich das Rebel12 für Wasserkühlungen an, während Sharkoon das Rebel9 eher für Standardsysteme platziert.




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Lüfter und Laufwerksschächte
Das Innere des Rebel12 mit seinen zwölf Laufwerksschächten hinter der Front lässt sich am ehesten mit "voluminös" beschreiben.


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Zwei weitere Käfige für bis zu sechs Festplatten im 3,5-Zoll Format finden sich am Boden des Gehäuses, gleich unter dem Netzteil, welches Sharkoon im Rebel12 unterhalb des Mainboards platziert. Der Hersteller hat die umgebenden Gehäusebleche perforiert, um die Festplatten mit Frischluft zu versorgen. Lieber wäre uns jedoch ein Lüfter gewesen, denn bei Vollbestückung kann es hier recht heiß werden.


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Da in diesem Gehäuse fast alles geschraubt ist, kann man die beiden Käfige auch einfach entfernen und den frei gewordenen Platz beispielsweise für die Pumpe einer Wasserkühlung verwenden.

Das Rebel9 bietet in seinem Inneren zwar immer noch genügend Platz, doch geht es hier nicht ganz so geräumig zu, wie im großen Bruder. Das Rebel9 ist klassisch aufgebaut: Das Netzteil befindet sich ganz oben, darunter ist Platz für ein Mainboard im ATX-Format. Die Festplatten und Laufwerke müssen allesamt in den vorderen Einschüben untergebracht werden.


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wer beim Rebel9 einen rückwärtigen Lüfter anbringen möchte, sollte hierbei beachten, dass der CPU-Kühler nicht zu groß ausfallen darf. In unserem Fall hat der Platz nicht mehr gereicht, so dass die Lüfterblatter gegen den Silverstone Nitrogon NT06 stießen.


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Die optischen Laufwerke können im Rebel12 wahlweise verschraubt oder mit den mitgelieferten Plastik-Riegeln fixiert werden. Beim Rebel9 lagen diese Riegel nicht bei, hier blieb nur die Verschraubung.


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Da Sharkoon beim Rebel9 auf echte 3,5-Zoll Einschübe verzichtet, legt der Hersteller Einbauwinkel für die Festplatten bei. Mit deren Hilfe kann man Festplatten in einem 5,25-Zoll Schacht verschrauben. Da wir jedoch auf ein möglichst leises Betriebsgeräusch Wert legen, haben wir die Festplatten ohnehin entkoppelt bzw. gedämmt verbaut.




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Sharkoon Vibe-Fixer
Zum Entkoppeln der Festplatte kam im Rebel12 der Vibe-Fixer von Sharkoon zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um einen Einbaurahmen, bei dem die Festplatte mit Gummibändern fixiert wird, so dass sich ihre Vibrationen nicht auf das Gehäuse übertragen können.


Vibe-Fixer - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Montage der Festplatte ist ein Kinderspiel und geschieht blitzschnell:


Vibe-Fixer - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der Vibe-Fixer wird in einem 5,25-Zoll Schacht verbaut und bietet die Möglichkeit, einen optionalen 80 mm Lüfter zur besseren Festplattenkühlung zu ergänzen. Wir haben uns für ein Modell der Firma Noiseblocker entschieden.


Vibe-Fixer - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Rebel9 wurde die Festplatte in einem Silentmaxx HD-Silencer verbaut, hierbei kamen uns die Standard-Schraublöcher zugute.

Sharkoon Mobile X-Changer SATA
Als weiteres Extra haben wir in den Gehäusen den Sharkoon Mobile X-Changer SATA verbaut. Es handelt sich hierbei um eine Art Docking-Station für externe 2,5-Zoll Festplatten, welche im 3,5-Zoll Schacht ganz oben in den Gehäusen verbaut wird.


Mobile X-Changer SATA - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

In den Mobile X-Changer SATA wird eine 2,5-Zoll SATA-Festplatte eingesetzt, im PC kann diese dann wahlweise über USB oder an einem SATA-Port betrieben werden. Im Lieferumfang des Sharkoon Mobile X-Changer SATA befindet sich zudem ein 5,25-Zoll Einbaurahmen.


Mobile X-Changer SATA - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sharkoon Anti-Vibes Power Supply
Zwischen Netzteil und Gehäuse platzieren wir im Rebel9 eine Unterlage, welche Sharkoon unter dem Namen "Anti-Vibes Power Supply" anbietet. Diese soll Schwingungen, welche sich vom Netzteil auf das Gehäuse übertragen, verringern. Ihr Einsatz ist insbesondere bei dünnwandigen Gehäusen sinnvoll, doch im Rebel12 passte die Unterlage leider nicht.

Mit einem Gehäuse "von der Stange" lässt sich nur bedingt ein leiser Betrieb ermöglichen, daher sollte man bereits vor dem Einbau in entsprechendes Zubehör investieren. Ansonsten hat man beim nachträglichen Einbau die doppelte Arbeit.




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Einbau von Mainboard und Karten
Nachdem die Laufwerke und das Netzteil verbaut sind, fahren wir mit dem restlichen Innenleben fort. Im Rebel12 geht der Einbau des Motherboards mitsamt des recht großen CPU-Kühlers aufgrund der bereits geschilderten großzügigen Auslegung des Gehäuseinneren problemlos vonstatten.


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Im Rebel9 sind ein paar Verrenkungen mehr vonnöten, doch auch hier kommen wir schnell voran. Als die Grafikkarten an ihren Plätzen sind und die ersten Kabelautobahnen verlegt werden, wird schnell klar, dass es in diesen Gehäusen wohl kaum Schwierigkeiten durch heiße Stauluft zu erwarten sind.


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Ein kleines Ärgernis ist die schraubenlose Befestigungsmöglichkeit der Erweiterungskarten im Rebel12. Diese mussten wir leider entfernen, da wir ansonsten die Grafikkarte nicht hätten befestigen können.


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Für unsere Grafikkarte bzw. deren Kühler ist Sharkoons Lösung einfach nicht flexibel genug. Im Prinzip hätte man sich die Platikclips auch sparen können, denn sie sind nicht nur unflexibel, sondern machen auch keinen allzu stabilen Eindruck. Insbesondere für Grafikkarten mit schweren Kühlern sind Schrauben die bessere Wahl.


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Als das Gesamtkunstwerk dann vollständig bestückt und komplett verkabelt vor uns steht, wirkt es angenehm aufgeräumt und wir haben die Bastelstunde ohne Verletzungen durch scharfe Kanten und ohne Nervenzusammenbruch hinter uns gebracht.


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Nun wollen wir die beiden Gehäuse im Praxiseinsatz testen.




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Geräuschkulisse und Kühlung
Das Kühlkonzept der Rebel-Serie basiert in erster Linie darauf, dass die Front aus perforierten Metallblenden besteht und somit einen ungehinderten Luftfluss erlaubt, während gröbere Staubpartikel ausgefiltert werden und mit einem Staubtuch einfach abgewischt werden können.


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Hinter der Front der Value-Edition platziert Sharkoon einen blau beleuchteten Lüfter, welcher beim Rebel12 einen Durchmesser von 140 mm aufweist und beim Rebel9 immerhin noch auf 120 mm kommt. Der Lüfter belegt im Rebel12 vier und im Rebel9 drei Einschübe, in der Economy-Edition ist nur die Halterung vorhanden und der Lüfter kann optional nachgerüstet werden.


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Das Nachrüsten erscheint uns verlockend, denn der serienmäßige Lüfter kann nicht überzeugen: Der Lüfter verfügt lediglich über einen 4-Pin Molex-Stecker und kann nicht am Mainboard angeschlossen werden, doch mit Standarddrehzahl arbeitet er zu laut und übertönt alle anderen Komponenten deutlich. Nachdem wir den Frontlüfter entfernt hatten, wurde das System deutlich leiser.


Rebel9 Value-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei der Value-Edition verbaut Sharkoon zudem einen Lüfter mit 250 mm Durchmesser und 13 Blättern im Seitenteil. Dieser Lüfter kann über einen Molex-Stecker oder an einem 3-Pin Anschluss des Mainboards betrieben werden.


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Der 250 mm Lüfter arbeitet zwar recht unauffällig, damit es jedoch richtig leise wird, schlossen wir ihn an unserem ASUS-Mainboard an und wählten das Q-Fan Profil "Silent".


Rebel12 Value-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Zusätzlich haben wir noch einen Silent-Fan von Noiseblocker an der Rückseite des Rebel12 verbaut. Nun erfüllte der Geräuschpegel unsere Anforderungen an den Begriff "silent". Trotz des sehr leisen Auftretens können wir dem Rebel12 erstklassige Kühleigenschaften attestieren: Die CPU-Temperatur lag ohne Last bei gerade einmal 20°C (gemessen mit CPUTempWatch).


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Nicht viel schlechter schlug sich das kleinere Rebel9 in Hinblick auf Kühlung und Lautstärke. Das Netzteil wurde hier mit Sharkoons Anti-Vibes Power Supply Silikon entkoppelt, was beim Rebel12 leider nicht möglich war. Als CPU-Kühler kam ein Silverstone Nitrogon NT06 mit einem Noctua NF-P12 120 mm Lüfter zum Einsatz, der aufgrund seiner Größe den Einsatz eines rückwärtigen Lüfters verhinderte. Die Festplatte befindet sich in einem Silentmaxx HD-Silencer vor welchem wir einen Scythe S-Flex 800 montieren. Obwohl unser Core 2 Duo E8400 permanent mit BOINC ausgelastet wird, ist der Rechner bis auf ein leises Lüftersäuseln fast nicht zu hören. Die Temperaturen bewegen sich durchgängig im grünen Bereich.




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Fazit: Gehäuse
Die drei Rebellen von Sharkoon hinterlassen einen guten Eindruck mit leichten Abzügen in der B-Note. Insbesondere beim Rebel12 handelt es sich um ein grundsolides und extrem geräumiges Gehäuse, welches durch sein durchdachtes Konzept und die zahlreichen Laufwerksschächte für nahezu jede denkbare Rechnerkonfiguration gewappnet ist. Das Sharkoon Rebel 9 Economy-Edition ist mit einem Straßenpreis ab 30 Euro ein echter Preishit, die Value-Editon mit dem 250 mm Seitenlüfter und dem 120 mm Frontlüfter ist lediglich zehn Euro teurer. Auch der Preis des Sharkoon Rebel 12 Value-Editon kann sich mit rund 75 Euro für ein solch geräumiges Gehäuse sehen lassen. Dessen lüfterlose Economy-Edition kostet 10 Euro weniger.

Bedauerlich, aber angesichts der Preisklasse, in der wir uns hier bewegen, verständlich, ist die nicht ganz so gelungene Haptik der Gehäuse. Die Bleche sind recht dünn und die Plastikhalterungen machen keinen allzu hochwertigen Eindruck. Unter dem Strich sind dies jedoch Nebensächlichkeiten, welche der findige Bastler mit Dämmmatten und Schrauben schnell in den Griff bekommt. Nicht überzeugen konnten uns die LED-Frontlüfter der beiden Value-Edition Gehäuse. Ausgestattet mit einem Molex-Anschluss sind diese zu unflexibel und für unseren Geschmack auch zu laut. Schade finden wir zudem, dass es im Rebel9 nur einen AC97-Audioabgriff gibt, denn HD-Audio ist mittlerweile Standard.

Dennoch: Was primär in Erinnerung bleibt, sind zwei extrem gut durchdachte und vielseitige Gehäuse, die beim Einbau zu keinem Zeitpunkt konstruktionsbedingte Schwachpunkte zeigten. Und nach kleineren Modifikationen können sie auch mit einer niedrigen Geräuschkulisse glänzen, wobei der Luftfluss gut und die Kühlung unproblematisch sind. Wir vergeben unseren Preistipp für das Sharkoon Rebel 9 Economy-Edition und Value-Edition, das Sharkoon Rebel 12 Value-Editon werten wir mit "Gut".

Sharkoon Rebel 12 Value-Editon


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Sharkoon Rebel 9 Value-Editon


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Sharkoon Rebel 9 Economy-Editon


Rebel9 Economy-Edition - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




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Fazit: Zubehör
Zur Bereicherung dieses Artikels haben wir noch etwas Zubehör aus dem Hause Sharkoon aufgenommen, welches sich für die heute getesteten ATX-Tower geradezu anbietet. Auch diese Produkte bieten ein sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhätnis und konnten uns weitgehend überzeugen.




Sharkoon Mobile X-Changer SATA
Der Sharkoon Mobile X-Changer SATA verbindet eine externe 2,5-Zoll Festplatte mit einer internen Docking-Station. Die externe Festplatte liegt somit nicht herum, sondern ist im Gehäuse gut aufgehoben. Der Anschluss funktioniert ganz simpel durch das Einführen der Festplatte in die Docking-Station und dank USB- sowie SATA-Anschluss ist das Geräte sowohl flexibel nutzbar als auch schnell. Im Alltagseinsatz entpuppt sich das externe Gehäuse als unempfindlich. Abzüge gibt es indes für das extrene USB-Kabel aus dem Lieferumfang, welches immer wieder zu Verbindungsproblemen führte. Nach dem Austausch des Kabels funktionierte das Gerät hingegen einwandfrei. Der Straßenpreis beginnt bei ca. 35 Euro.


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Sharkoon Vibe-Fixer
Sein vollständiger Lieferumfang, die einfache Montage und die perfekte Entkopplung der Festplatte machen den Sharkoon Vibe-Fixer zu einem Muss für leise Systeme. Nach der Montage ist die Festplatte kaum noch zu hören und aufgrund seiner luftigen Bauweise ist dieser Entkoppler thermisch deutlich unkritischer als geschlossene Dämmgehäuse. Einziger Nachteil: Falls ein optionaler Lüfter montiert werden soll, benötigt man zum Einbau der Festplatte gleich zwei 5,25-Zoll Schächte. Der Preis ist mit ca. 12 Euro fair kalkuliert.


Vibe-Fixer - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Sharkoon Anti-Vibes Power Supply
Sharkoons Anti Vibes PSU kann als eine Art Sahnehäubchen für leise PCs angesehen werden. Damit sich diese Anschaffung bezahlt macht, muss das Netzteil bereits sehr leise arbeiten, denn diese Unterlage kann zwar die Übertragung von Schwingungen auf das Gehäuse verringern, doch aus einem lauten Netzteil kann auch Sharkoons Anti Vibes PSU kein leises zaubern. Leider zeigte sich im Test, dass die Unterlage nicht mit allen Gehäusen kompatibel ist: Im Sharkoon Rebel9 konnten wir sie verwenden, im Rebel12 hingegen nicht. Mit einem Preis unter 2 Euro ist dieses kleine Extra allerdings sicherlich einen Versuch wert.




Unser Dank gilt Sharkoon für die Teststellung der Gehäuse.




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