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Sockel LGA775 - Teil 1: Intel 915P, 925X und 945P - 21/22
01.10.2005 by doelf
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Fazit
Intels Sockel LGA775 ist eine performante Plattform, dennoch hat sie gegen AMDs Sockel 939 einen schweren Stand. Die Vorteile bei Intel sind zum einen HyperThreading, das zwar nicht mit Dual-Core CPUs mithalten kann, AMDs Single-Core CPUs jedoch bei Programmen, welche multi-threaded programmiert wurden, meist überlegen ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Videoencoding. Zum anderen kann man bei Intel auch die Budget-CPUs auf Mainboards mit aktueller Top-Ausstattung einsetzen (z.B. Platinen mit 945P Chipsatz). Und, was man auch nicht vergessen darf, die preiswerteste Dual-Core CPU kommt ebenfalls aus dem Hause Intel.

Die drei Mainboards und die drei Chipsätze Intel 915P, 925X und 945P haben sich in diesem Test als unkompliziert und leistungsfähig erwiesen. Als Grundlage für einen aktuellen PC sind alle drei Kandidaten gut geeignet. Dennoch wollen wir die Wertung noch ein wenig differenzieren.




Albatron PX915P Pro
Für ca. 95 € bekommt man mit dem Albatron PX915P Pro ein hoch solides Mainboard mit ordentlicher Performance. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen und umfaßt alles, was man für die tägliche Arbeit als anspruchsvoller Anwender oder Spieler braucht. Lediglich Firewire werden einige Benutzer vermissen. Das Albatron PX915P Pro hat ein sehr gutes Layout, das sich keine groben Schnitzer leistet. Auf Serial-ATA 2 und einen via PCI-Express angebundenen Gigabit-LAN Controller muß man allerdings verzichten. Doch auch der PCI basierende Gigabit-LAN Chip von Marvell wird den meisten Anwendern voll und ganz ausreichen.
Beim Übertakten schlägt sich das Mainboard ordentlich. Es spricht vor allem Aufrüster an, die ihren DDR400 Arbeitsspeicher weiter nutzen wollen, daher bietet Albatron keine Mischbestückung mit DDR1 und DDR2, sondern lediglich vier DDR1 DIMM-Slots.
Der Test des Albatron PX915P Pro hat uns viel Freude bereitet, auch wenn das Mainboard die Performance-Krone nicht erringen konnte. Da der Chipsatz weder den FSB 1066 noch Dual-Core Prozessoren unterstützt, sind die Aufrüstaufsichten allerdings etwas eingeschränkt.
Unsere Wertung lautet "Gut".


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Asus P5LD2 Deluxe
Der Intel 945P Chipsatz ist der Nachfolger des 915P, schon alleine aus diesem Grund hat das Asus P5LD2 Deluxe einen Vorteil gegen Albatrons PX915P Pro. Der Intel 945P bietet vier Serial-ATA 2 Schnittstellen, 1066 MHz FSB sowie Unterstützung für Dual-Core Prozessoren. Doch beim Chipsatz hören die Vorteile nicht auf, denn Asus verbaut hier nur das Feinste vom Feinsten: Ein PCI-Express SATA 2 Controller von Silicon Image und ein PCI-Express Gigabit-LAN Controller von Marvell sind State-of-the-Art! Hinzu kommen ein via PCI angebundener ATA133/RAID-Controller von ITE und der ebenfalls über PCI angeschlossene Firewire-Controller von Texas Instruments. Auch der onboard Sound von Realtek, der 8-Kanal High-Definition Audio bietet, kann sich hören lassen.
Doch hier hört die Ausstattungsliste noch lange nicht auf: Zwei Steckplätze für PCI-Express x16 Grafikkarten sind auf Mainboards mit Intel-Chipsatz selten, daß SLI auf einer solchen Platine stabil funktionieren kann, haben wir in diesem Test bewiesen. Auch wenn die Performance der x16/x4-Kombo nicht ganz mit NVIDIAs nForce4 SLI Intel Edition mithalten kann, so ist die Option jedoch zumindest für Grafikkarten der Mittelklasse interessant. Auch wer mehr als zwei Monitore braucht, wird sich über die Option einer zweiten PCI-Express Grafikkarte sicherlich freuen.
Und noch immer sind wir nicht am Ende der Ausstattungsliste angelangt, denn es gibt ja noch die Asus WiFi-TV PCI-Karte, die Wireless-LAN mit terrestrischem Fernsehempfang (analog wie digital) kombiniert. Die Installation der Karte wird allerdings nur unter Windows XP 32-Bit gelingen, zudem scheint die Karte auschließlich auf Asus Mainboards zu funktionieren. Ohne WiFi-TV kostet das Asus P5LD2 Deluxe ca. 160 €, mit WiFi-TV wird das Paket um 60 € teurer - das ist ein sehr fairer Aufpreis.
Neben der Ausstattung ist Asus auch das Layout hervorragend gelungen, da gibt es nichts zu beanstanden. Die Stabilität ist ebenfalls ordentlich, wir mußten allerdings feststellen, daß für die absolute Stabilität der EZ-Plug (Molex-Anschluß) mitgenutzt werden sollte. Auch das BIOS hat noch kleinere Macken, diese sind allerdings nicht wirklich tragisch, sondern lediglich etwas unschön. Obwohl wir das Mainboard in diesem Test auch mit DDR2-800 Speicher betrieben haben, möchten wir von dieser Kombination abraten: Wird DDR2-800 im BIOS als Speicher gewählt, so wird auch der Chipsatz übertaktet und die ICH7R reagiert mit sofortigen SATA-Problemen. In unserem Fall konnte keine Festplatte mehr gefunden werden.
Wer plant, eine CPU mit 533 oder 800 MHz auf dem Asus P5LD2 Deluxe zu übertakten, hat gute Aussichten, 1100 MHz FSB konnten wir ohne Spannungserhöhung erreichen. Betrachtet man, daß dieses Mainboard auch CPUs mit 1066 MHz FSB unterstützt, ist dieses Ergebnis dann allerdings doch etwas enttäuschend. Der limitierende Faktor kann allerdings auch unser Pentium 4 560 sein, uns fehlen bisher die Vergleichswerte, um mit Sicherheit sagen zu können, welches Potential in dieser CPU steckt.
Unterm Strich bietet das Asus P5LD2 Deluxe modernste Technik ohne größere Schwächen, allerdings nicht gerade zum Schnäppchen-Preis. Man sollte genau abwägen, ob man diesen Ausstattungsoverkill wirklich braucht. Wenn ja, dann ist das Angebot durchaus fair kalkuliert. Wir werten das Asus P5LD2 Deluxe mit "Sehr Gut".


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Intel D925XCV
Das Intel D925XCV mit 925X Chipsatz wurde inzwischen bereits durch das Intel D925XECV2LK mit 925XE ersetzt, der Preis liegt bei ca. 225 €. Im Layout und in der Ausstattung gleichen sich die beiden Platinen, der größte Schwachpunkt ist der Northbridgekühler, der einfach zu dicht am PCI-Express x16 Steckplatz sitzt. Es hat uns ein wenig erstaunt, einen Gigabit-LAN Controller von Marvell auf einem Mainboard von Intel vorzufinden - dessen PCI-Express Anbindung hat uns allerdings erfreut. Zudem gibt es 8-Kanal High-Definition Audio in hoher Qualität und Firewire, auf weitere Laufwerkscontroller muß man allerdings verzichten. Angesichts des Preisschildes erscheinet die Möglichkeit, vier Serial-ATA2- und nur zwei ATA100-Geräte nutzen zu können, dann aber doch etwas mager.
Vorbildliche Verarbeitung und die Verwendung des Premium-Chipsatzes vermerken wir auf der Haben-Seite, auch die vorbildliche Stabilität des Intel D925XCV spricht ebenfalls für dieses Mainboard. Der Leistungseinbruch bei SiSoft Sandra 2005.SR1 gehört zu den Dingen, die wir ignorieren könnten - schließlich handelt es sich bei SiSoft Sandra um einen synthetischen Test und nicht um eine reale Anwendung. Die selbe Leistungsschwäche zeigt das Mainboard jedoch auch im Zusammenspiel mit dem Windows Media Encoder, dies können wir nicht ignorieren. CPUs mit einem FSB von 533 MHz bleiben bei dem Intel D925XCV außen vor, wenn man gerade erst 225 € für ein Mainboard ausgegeben hat, wird man dieses aber kaum mit einem Celeron betreiben wollen. Schon eher mit einer Dual-Core CPU, doch diese wir vom Chipsatz leider auch nicht unterstützt.
Übertakten ist auf dem Intel D925XCV kein Thema, Intels Mainboards stehen für Zuverlässigkeit. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, bekommt ein stabiles und schnelles Fundament für seinen PC oder seine Workstation. Wir werten das Intel D925XCV mit "Gut".


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Weiter: 22. Fazit: Arbeitsspeicher

1. LGA775: Vorurteile und Fortschritte
2. Aktuelle CPUs für den Sockel LGA775
3. Aktuelle Chipsätze von Intel und NVIDIA
4. Albatron PX915P Pro: Layout #1
5. Albatron PX915P Pro: Layout #2
6. Albatron PX915P Pro: BIOS, Stabilität
7. Intel D925XCV: Layout #1
8. Intel D925XCV: Layout #2
9. Intel D925XCV: BIOS, Stabilität
10. Asus P5LD2 Deluxe: Layout #1
11. Asus P5LD2 Deluxe: Layout #2
12. Asus P5LD2 Deluxe: BIOS, Stabilität
13. Asus P5LD2 Deluxe: WiFi-TV PCI-Karte
14. Speicher: Corsair DDR500, DDR2-533, DDR2-800
15. Benchmarks: Setup, Audio, USB, IDE, Taktraten
16. Benchmarks: CPU und Speicher
17. Benchmarks: 3D-Spiele
18. Benchmarks: 3D-Anwendungen
19. Benchmarks: Encoding
20. Benchmarks: SLI mit dem Intel 945P
21. Fazit: Mainboards
22. Fazit: Arbeitsspeicher

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