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Neu von MSI

SOYO SY-KT400 DRAGON Ultra mit VIA KT400 - 2/7
29.11.2002 by holger

Im Folgenden klappern wir die einzelnen Buchstaben des „DRAGON“ ab und schauen einmal, was es mit den einzelnen Features auf sich hat. Doch schon beim Buchstaben “D” wird der interessierte User stutzig. War nicht in der Einleitung von DDR 400 die Rede? SOYO verzichtet erstaunlicherweise auf das werbewirksame Feature und stellt, ganz im (schnell revidierten) Sinne VIA’s, auf DDR 266 und DDR 333 ab. Offenbar hat man erkannt, dass DDR 400 überhaupt keinen Sinn machen kann, da lediglich eine tRAS von „8“ möglich ist und daher, selbst bei ansonsten aggressivsten Timings, sowie der Tatsache, dass ein Athlon XP nicht von der monströsen Bandbreite profitieren kann, kein Blumentopf gewonnen werden kann. Der Verzicht auf dieses unsägliche Feature ist SOYO nicht hoch genug anzurechnen, sehen wir doch den unbedarften User zum Händler seines Vertrauens rennen und sündhaft teuren Speicher kaufen, der kein bisschen mehr an Performance bei DDR 400 aus dem System kitzeln kann. Hinzu kommt, dass diejenigen Hersteller, die DDR 400 selbstständig validieren, lediglich einen einzigen Speicherriegel zulassen.


Ein vollwertiger Raid-Controller aus dem Hause Highpoint, der HPT 372 wartet auf den Anschluss von bis zu vier Festplatten. Darüber hinaus kann der Highpoint als IDE-Controller genutzt werden, es muss also keineswegs ein Raid-Array „0“ erstellt werden, um eine einzelne Platte betreiben zu können, wie dies bei den abgespeckten Light-Controllern aus dem Hause Promise der Fall ist.


SOYO betont bei der verbauten Audio-Lösung, dass es sich um „Hardware“-Audio handelt, also nicht um einen AC97-Codec. An dieser Stelle müssen wir SOYO weniger Glück bei der Wahl der Audiolösung attestieren. Zwar wird immer wieder behauptet, dass ein Codec zu Lasten der Performance des Gesamtsystems ginge, doch dies kann bei den heutigen Rechenzentren getrost als Ammenmärchen bezeichnet werden. Tatsächlich zeigte der per PCI-Bus angebundene Cmedia CMI8738 stärkere Performance-Einbrüche, falls man von solchen Reden darf, als ein aktivierter AC97-Codec. Im Bereich der Ressourcenverteilung ergibt sich durch den PCI-Chip ein weiterer Nachteil: Durch die verbaute VT8235 wird bereits eine vollwertige Audio-Lösung realisiert, die per separater INT-Leitung angebunden wird (zur Erinnerung: die VT8235 verfügt über 8 INTs, vier davon werden über den PCI-Bus geroutet, vier weitere können intern verwendet werden). Im vorliegenden Fall shared sich jedoch der Cmedia mit Slot 4. Um es klar und deutlich zu sagen: Sharing ist an sich nicht negativ zu bewerten, vielmehr können bei störrischen Karten Probleme auftreten, die allzu oft auf miserabel programmierte Treiber zurückzuführen sind, falls ein Teilen der INT-Leitung erforderlich wird.

Das „G“ sagt es uns, es wird AGP 8x geboten. Doch auch hier lauern Tretminen und Gefahren: Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass lediglich AGP-Karten mit einer Signalspannung von 1.5 V eingesetzt werden dürfen, damit bleiben sämtliche AGP 1x sowie einige AGP 2x außen vor. Wer den Einsatz solcher Karten dennoch erwägt, riskiert die Beschädigung des Mainboards und/oder der Grafikkarte. Schon der beworbene AGP 8x-Mode wollte uns auf dem ASUS A7V8X nicht glücklich machen, umso gespannter waren wir auf die Ergebnisse, die das SOYO an den Tag legen würde. Aber auch auf diesem KT400-Vertreter fror der Bildschirm bei AGP 8x mit unserer HIS Radeon 9700 Pro ein, oder es hagelte Abstürze! Gleichzeitig wollen und können wir die ATI-basierende Karte selbst nicht zu 100 Prozent als Fehlerquelle ausschließen. Da unsere Karte allerdings mit dem fehlerfreien AGP 8x-fähigen Stepping BGA13F des R300-Cores bestückt war, spricht einiges dafür, dass der KT400, der im Übrigen in Kürze durch den KT400a abgelöst werden wird, ein Problem mit dem beworbenen AGP 8x-Mode hat. Außerordentlich unkooperativ zeigte sich das Bios des Drachen, da es keine Option zum Einstellen des AGP 4x-Modes gibt. Wer also eine solche Karte sein Eigen nennt, muss zu den bekannten Tuninig-Tools wie Powerstrip und Co greifen, um den AGP 4x-Mode zu erzwingen!

Wer das Overclocking liebt, der kann sich trotzdem den high-Performance-Speicher gönnen, bei dieser Platine soll der User jedenfalls genau richtig sein. Tatsächlich verwöhnt der Drache den User mit sämtlichen erdenklichen Features: Der FSB kann per Tastatur einfach eingegeben werden, der ersehnte 1/5- und 1/6-Teiler wird geboten und gleichzeitig der resultierende DRAM-, AGP- und PCI-Takt angezeigt. Selbstredend kann der Multiplikator verändert werden, die CPU- (in 0.025 V-Schritten bis 1.850 V), DDR- (in 0.1 V-Schritten bis 2.8 V) und die AGP-Spannung (in 0.1 V-Schritten bis 1.8 V) bequem im Bios eingestellt werden. Echte Hardcore-Overclocker werden angesichts des moderaten Spannungsniveaus die Nase rümpfen, wir halten das gebotene jedoch für ausreichend und halbwegs vertretbar. Darüber hinaus können drei vordefinierte Schemata ausgewählt werden: Normal, Fast und Turbo. Diese beeinflussen unter anderem die Speicher-Timings, die jedoch (trotzdem) manuell vom User verändert werden können.

Ein überaus wichtiger Punkt, der gerne beim Thema „Overclocking“ vergessen wird, ist die Temperaturüberwachung der CPU. Hier kann SOYO ein positives Zeugnis ausgestellt werden, denn die Platine nutzt die interne Diode des Palomino nicht nur zur Notabschaltung, sondern auch zum real-time Monitoring. Um dem User den eklatanten Unterschied zwischen Heißleiter- und interner Messung vor Augen zu führen, hat SOYO kurzerhand beide Temperatur-Anzeigen im Bios implementiert: Satte 20 °C Temperaturdifferenz veranlassen wohl den ein oder anderen zum Kauf eines leistungsfähigeren Kühlers.

So ganz konnte sich SOYO den DDR 400-Betrieb nicht sparen, denn im Bios findet sich die Option „DRAM Clock“, die auf „200“ gesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang müssen wir nochmals auf die eingangs erwähnte Problematik eingehen, dass es unter Verwendung des DDR 400-Modes nicht möglich ist, eine tRAS (Active to Precharge Delay) von 5 oder 6 Takten, eine tPR (RAS Precharge) von 3 Takten sowie eine tRCD (RAS to CAS Delay) von 3 Takten einzustellen! Doch genau diese Optionen bietet das Bios an, hier sollten die Bios-Programmierer noch einmal die entsprechenden Dokumentationen durcharbeiten und die entsprechenden Fehler korrigieren. „N“ steht für die implementierte Netzwerklösung, die über die SB realisiert wird – hier muss sich SOYO fragen lassen, warum man LAN per SB realisiert und die gesonderte INT nutzt, dies aber beim Thema Audio nicht möglich ist. Herausgeführt wird die Netzwerk-Option der SB durch den Davicom DM9161E, der seine Sache im Alltagsbetrieb gut macht.

Den USB 2.0-Support findet SOYO „Ultra“, nun gut, wir können uns für diesen begeistern, aber erst im Benchmark-Kapitel entscheidet sich, wie flink USB 2.0 auf dem SOYO ist.

Weiter: 3. Layout und Verarbeitung

1. Das SOYO SY-KT400 DRAGON Ultra
2. Die Austattung im Detail
3. Layout und Verarbeitung
4. Resourcen und USB 2.0
5. Die Stabilität
6. Benchmarks: Athlon XP 1800+
7. Fazit

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