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Neu von MSI

Thermalright AX7 oder: Die Suche nach leisen Kühlern geht weiter!
02.06.2002 by holger


Lieferung in Einzelteilen / Imposante Erscheinung

Unser letzter Kühlertest zeigte bereits eindrucksvoll, dass die Wahl eines guten Kühlkörpers in Verbindung mit möglichst leisen Lüftern kein Widerspruch beim Einsatz von hitzigen CPUs sein muss. Dass Overclocking-Projekte zwangsläufig mit einer solchen Kombination an ihre Grenzen stoßen, dürfte jedem klar sein, der gerne mal an der MHz-Schraube dreht. Gerade deshalb scheint der Einsatz von regelbaren Lüftern die beste Wahl zu sein: Wenn der Zocker vom Dienst den Rechenknecht mal zum Arbeiten benötigt, also Office-Anwendungen tätigt oder in den endlosen Weiten des Netzes herumsurft, dann kann einem der heiß geliebte Delta-Lüfter schon mal auf den Wecker fallen. Was soll man also machen? Schnell mal den Radaubruder gegen einen leiseren Vertreter seiner Zunft auswechseln? Klingt alles ziemlich lästig. Dass es auch anders geht, hat unser letzter Test gezeigt: Der Alpha PAL 8045 konnte sich in Verbindung mit dem regelbaren 80 mm-Enermax-Lüfter hervorragend in Szene setzen. Doch leider weisen die Dickschiffe alle ein Problem auf: Sie wollen einfach nicht auf jedes Mainboard passen. Außerdem muss das Mainboard vollständig demontiert werden – wie ärgerlich!

Als Geheimwaffe pries Herr Schrepel von PC-COOLING uns den Thermalright AX7 in einer regelbaren Version an. Da wir uns gerade so nett über regelbare Lüfter unterhalten, schauen wir uns zunächst den verwendeten Y.S. Tech NFD 1281259B-2F genauer an. Auf dem 80 mm Kerlchen thront ein Lüftergitter, das bei Vollgasstellung (3700 U/min) auch dringend benötigt wird, um allzu neugierige Finger zu schützen. Leider bekommen es die Ohren ab: Satte 39 dB gibt der Lüfter von sich. Logisch: Ein Delta spielt noch ein wenig lauter! Dreht man dem Krachmacher den Saft ab, so kreist das Lüfterrad gerade einmal mit 700 U/min und ist mit ca. 17 dB kaum noch wahrnehmbar. Wie sich die Einstellungen auf das Kühlverhalten niederschlagen, werden wir gleich sehen. Das Dreh-Potentiometer ist durch ein 70 cm langes Kabel mit dem Y.S. Tech verbunden; die Länge sollte auch bei den größten Monstertowern das Anbringen an gewünschter Stelle ermöglichen. Idealerweise bohrt sich der findige User ein Löchlein in eine 5 ¼ Zoll-Blende und verschraubt den Drehknopf an der gewünschten Stelle. Durch den verwendeten 3-poligen Molexstecker kann gleichzeitig die Drehzahl überwacht werden. Die Befestigung des Lüfters auf dem Kühlkörper verdient ein wenig Kritik, da sind verwöhnte Kühler-Gourmets doch anderes gewöhnt: Der Lüfter wird einfach mit den recht starren Kühlrippen ohne Verwendung eines Gewindes verschraubt. Die Lösung ist nicht gerade galant, aber durchaus pragmatisch – der Lüfter bleibt bombenfest an seinem Platz. Lobenswert ist indes die vorgefunden Entkopplung des Lüfters vom Kühlkörper, indem dicke Gummiunterlegscheiben als Lager dienen. Der obere Teil des Kühlkörpers besteht aus Aluminium und wurde darauf getrimmt, eine möglichst große Kühloberfläche bereitzustellen. Das tun andere Kühlerhersteller auch – mehr oder minder erfolgreich. Zweifellos muss man zugeben, dass das Ungetüm recht imposant ausgefallen ist. Sogar der Kühlkanal, der gleichzeitig die Befestigungsklammer aufnimmt, wurde strömungsoptimiert in das Kühlgerippe gefräst.


Alu-Kühlkörper... / ...und Kupfer-Bodenplatte

Insbesondere die Befestigungsklammer verdient Lob, da die 6-Punkt-Befestigung ein Verschrauben mit dem Mainboard überflüssig macht. Der Koloss verfügt indes über ein beachtliches Gewicht von 545 Gramm, daher sollte die Zockerkiste recht vorsichtig zur nächsten Lan-Party transportiert werden. Die sechs Haltepunkte rasten präzise ein, sodass der Kühlkörper keinen Millimeter vom Fleck kann. Besitzer eines lädierten CPU-Sockels, an dem bereits eine Haltenase abgebrochen ist, sollten diesen Kühler in die engere Wahl einbeziehen, sollte man nicht schon wieder das Mainboard der Mülltonne übergeben wollen. Der Kühlkörper ruht auf einer dicken Kupferplatte, die im Format eines 60 mm-Kollegen daher kommt. Durch den Lötvorgang sind Verfärbungen am Aluminium sowie am Kupfer zwar augenfällig, jedoch wird durch diese Methode ein guter Wärmeübergang erreicht. Die Kupferplatte selbst ist absolut plan und frei von Riefen, das Polieren der Grundplatte fällt also aus.


3-Punkt-Befestigung und Kühlkanal

Kommen wir zum Thema Kompatibilität, das ansonsten den dicken 80 mm-Kalibern zu schaffen macht. Bis jetzt sind keine Probleme mit bestimmten Mainboard bekannt. Sogar das Asus A7A266 konnte sich mit dem Taiwanesen anfreunden: Der aufgesetzte Alukühlkörper übersieht einfach die im Wege stehenden Kondensatoren und überflügelt durch seine großzügige Aussparung die Störenfriede – eine tolle Lösung.

Als nächstes sehen wir uns das Kapitel Kühlleistung an. Zu diesem Zweck wurde die Temperatur in drei Potentiometerstellungen gemessen: Minimum, Mittel, Maximum.

Thermalright AX 7
YS regelbar Minimum
Thermalright AX 7
YS regelbar Mittel
Thermalright AX 7
YS regelbar Maximum

Systemstart 38 36 35
IDLE 59 45 39
LAST 68 54 46
  1. Das Gehäuse (Lian-Li PC 60) war geschlossen; Gehäuselüfter (Stellung: low) waren in Betrieb, um auf praxisnahe Werte im Alltag schließen zu können.
  2. Die Raumtempertaur wurde vor dem Test, während des Tests und nach dem Test gemessen, der Wert wurde gemittelt.
  3. Die IDLE Temperatur wurde unter Windows XP etwa 20 Minuten nach Systemstart gemessen.
  4. Die Last Temperatur wurde durch eine Kombination aus den SiSoft Sandra 2002 Burn-In CPU-Tests, Prime 95 Troture Test und MadOnion's 3DMark2001 in einer Endlosschleife gemessen. Nach 60 Minuten Dauerlast wurde die Temperatur ermittelt.

Ehrlich gesagt hat mich das Ergebnis nicht gewundert, da die konstruktiven Merkmale des Kühlers einfach keine anderen Messwerte erwarten ließen. Deutlich erkennbar ist, dass die Minimum-Stellung mit 700 U/min und dem daraus resultierenden Luftdurchsatz zu gering ausfällt. Der während des Alpha-Tests verwendete regelbare Enermax-Lüfter bietet als Minimum-Drehzahl bereits 1000 U/min an. Die 700U/min des Y.S. Tech waren im Hinblick auf das Bestehen unseres Torture Tests kein Problem, es wird jedoch deutlich, dass die Hitze nicht effektiv abtransportiert werden kann. Schon ein leichter Rechtsdreh am Poti, der einer Drehzahl von 1000 U/min entsprechen dürfte, zeigt deutlich bessere Ergebnisse. In Mittelstellung scheint ein gesunder Kompromiss gefunden zu sein: Der Lüfter ist weiterhin so gut wie nicht hörbar, lediglich ein kaum merkliches Surren ist wahrnehmbar. In Maximum-Stellung toppt die Kühler-/Lüferkombination alle bisher getesteten Kandidaten um Längen.

Fazit
Diesmal brauchen wir nicht lange abwägen: Geniale Konstruktion, gute Kompatibilität zu sämtlichen Mainboards, einfache und sichere Montage, regelbarer Lüfter, sehr gute Kühlleistung und eine Wohltat für die Ohren! Betrachten wir das Preis-/Leistungskapitel, so fängt der Tester sogleich an, weitere Lobeshymnen anzustimmen: Die getestete Kombination ist zum Preis von 64,90 Euro erhältlich. Vergleicht man diesen Preis mit den Preisvorstellungen der High-End-Konkurrenz, so kommt man nicht umhin, den Kühler als Schnäppchen zu bezeichnen: Für einen regelbaren Swiftech kann der User locker 90 Euro berappen.

Herzlichen Glückwunsch zum Ediotor’s Choice und zur Ernennung zum Referenzkühler!


www.Au-Ja.de Wertung: Editor’s Choice

Die getestete Kühler-/Lüfterkombination Termalrigth AX7/Y.S. Tech „regelbar“ kann bei unserem Partner PC-COOLING zum Preis von 64,90 Euro bezogen werden.

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