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Neu von MSI

Schwarz, rot, gut? Thermaltake Berlin 630W im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 05.11.2012 - Letztes Update: 11.02.2013
s.2/13
Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:
Die Eckdaten
  Watt +12V Effizienz Lüfter
be quiet! P10-550W 550 4 93% 1 x 135 mm
be quiet! E9-CM-580W 580 4 93% 1 x 135 mm
Antec HCG-620 620 1 88% 1 x 135 mm
Thermaltake Berlin 630W 630 1 86% 1 x 120 mm
Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Andererseits sind Netzteile mit einem einzigen, dafür aber besonders starken +12V-Spannungskreis im Vorteil, wenn stromhungrige Grafikkarten und übertaktete Prozessoren zu versorgen sind. Thermaltake setzt beim Berlin 630W auf einen einzelnen, mit 45 Ampere belastbaren +12V-Spannungskreis.
Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.
Leistung pro Schiene in Watt
  +12V +5V +3,3V +5VSB -12V
be quiet! P10-550W 540 110 15,0 6,0
be quiet! E9-CM-580W 564 140 15,0 6,0
Antec HCG-620 576 130 k.A. k.A.
Thermaltake Berlin 630W 540 130 15,0 3,6
Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 550 Watt Gesamtleistung stellt das be quiet! Dark Power P10 550W beispielsweise 540 Watt auf der +12V-Ebene bereit. Auch das Thermaltake Berlin 630W bringt es auf der +12V-Ebene auf 540 Watt, allerdings bei einer Gesamtleistung von 630 Watt.
Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.
Die Stromstärken in Ampere
  +12V +5V +3,3V VSB -12V
be quiet! P10-550W 2x 20
2x 25
25 25 3,0 0,5
be quiet! E9-CM-580W 2x 18
2x 20
24 24 3,0 0,5
Antec HCG-620 48 24 24 2,5 0,8
Thermaltake Berlin 630W 1x 45 15 24 3,0 0,3
Mit dem einzelnen +12V-Spannungskreis will Thermaltake beim Berlin 630W eine möglichst hohe Kompatibilität zu sehr unterschiedlichen Lastszenarien sicherstellen. 45 Ampere sind recht ordentlich, doch diese schafft auch das nominal 80 Watt schwächere be quiet! Dark Power P10 550W, wenn wir dessen vier +12V-Spannungskreise zusammenschalten. Unser direktes Vergleichsmodell, das 10 Watt schwächere Antec HCG-620, verkraftet immerhin drei Ampere mehr.
Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:
  • "24" bedeutet ein ATX-Stromanschluss mit 24-Pins, wie er auf aktuellen Mainboards üblich ist.
  • "24/20" wird verwendet, wenn der Hersteller einen 24-auf-20-Pin-Adapter mitliefert.
  • "20+4" ist ein 24-Pin-Stecker, bei dem sich 4-Pins für den Betrieb mit älteren Mainboards lösen lassen.
  • "4+4" bezeichnet einen ATX12V-Stecker, der mit weiteren 4 Pins auf EPS12V erweitert werden kann.
  • "4/8" verwenden wir für Netzteile, die den ATX12V-Stecker aus einem EPS12V-Anschluss herausführen oder zwei eigenständige Kabel verwenden.
Die Anschlüsse
  PWR +12V PEG Molex Floppy SATA
be quiet! P10-550W 20+4 4+4
8
5 7 1 9
be quiet! E9-CM-580W 20+4 4+4 4 4 1 8
Antec HCG-620 20+4 4+4 2 6 1 6
Thermaltake Berlin 630W 20+4 4+4 2 4 1 6
Der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA ist so gut wie abgeschlossen, daher sollte ein Netzteil zumindest vier SATA-Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle getesteten Geräte und das Thermaltake Berlin 630W kommt auf sechs SATA-Stecker. Insgesamt bringt es das Gerät auf elf Laufwerksanschlüsse, was angesichts der Leistungsklasse durchschnittlich ist.
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