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XFactor REX-500AS - Unfassbare gute Netzteile?

Autor: doelf - veröffentlicht am 19.01.2010
s.1/11
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Die Mehrzahl unserer Leser hat sicherlich noch nichts von der Marke XFactor gehört. XFactor bringen die meisten mit der US-Mystery-Serie "X-Factor: Das Unfassbare" ("Beyond Belief: Fact Or Fiction?") in Verbindung, andere denken hingegen an die gleichnamige britische Casting-Show. Unser heutiger Test beschäftigt sich jedoch weder mit unerklärbaren Phänomenen noch mit Sangeskünsten, es geht schlicht und einfach um Netzteile.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wir haben uns die Modelle XFactor REX-500AS und REX-750AS schicken lassen und diese auf Herz und Nieren geprüft. XFactor bietet Netzteile zwischen 400 und 1000 Watt an, wobei die Modelle mit 400, 500 und 600 Watt Leistung eine normale 80Plus-Zertifizierung vorweisen können und die Geräte mit 750, 850 und 1000 Watt sogar die Vorgaben von 80Plus Bronze bestanden haben. Heute werden wir zunächst das 500 Watt starke Modell REX-500AS betrachten, morgen wird dann das REX-750AS mit 750 Watt Leistung folgen.

Offizielle 80 Plus Resultate
Betrachten wir nun die unabhängigen Messergebnisse von 80 Plus, die XFactor-Modelle finden sich übrigens unter dem Hersteller PowerEx:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell 20% 50% 100% Ø
be quiet! L7-530W 84,29 85,65 81,61 83,85
NesteQ ECS 5001 83,16 84,11 80,55 82,61
NesteQ E2CS XS-500 80,62 83,83 81,31 81,92
XFactor REX-500AS 82,79 84,58 80,84 82,74

Die Wertung "80 Plus Standard" bedeutet, dass die Netzteile bei 20-, 50- und 100-prozentiger Auslastung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent arbeiten. Dies gilt für die 500W-Klasse von be quiet!, NesteQ und XFactor. Das LC Power Super Silent LC6550 V2.2, welches ebenfalls zum Vergleich herangezogen wurde, hat keine solche Zertifizierung erhalten.

Wichtig: Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Das Thema "Power Factor Correction" müssen wir an dieser Stelle ansprechen, da das Modell LC Power Super Silent LC6550 V2.2, welches uns Vergleichswerte liefert, nur eine passive Lösung verwendet. Der PFC, egal ob passiv oder aktiv, soll unerwünschte Oberschwingungen minimieren und eine sinusförmige Spannungskurve sicherstellen. Diese Abweichungen von der Sinuskurve werden durch nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile verursacht, die den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Die höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Daher gilt in Europa seit dem 1. Januar 2001 die Norm DIN EN 61000-3-2, welche für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, einen Leistungsfaktorkorrekturfilter vorschreibt. Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0. Mit Schaltnetzteilen ohne PFC kann man jedoch maximal einen Wert von 0,6 erreichen.

Passive Filter bestehen aus Reihen einfacher Drosselspulen. Diese Lösung ist zwar einfach und preiswert, doch mit steigender Leistung werden auch die Spulen immer größer und das Netzteil schwerer. Zudem erzeugen die Spulen Verlustwärme und verschlechtern damit den Wirkungsgrad des Netzteils. Sinnvoll ist eine passive Lösung bis ca. 200 Watt, aus Kostengründen kommen aber auch bei stärkeren Netzteilen passive Filter zum Einsatz. Maximal erreicht man mit passiver PFC einen Leistungsfaktor von 0,8.

Aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Sie arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, doch die Transistoren der aktiven PFC erzeugen dabei selbst höherfrequente Störungen. Somit kommt zusätzlich ein passiver Filter zum Einsatz, dessen Spulen jedoch deutlich geringer dimensioniert sind. Netzteile mit aktiver PFC arbeiten kühler, sind kleiner und leichter und erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99.

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