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Zalman macht Grafikkarten Cool & Quiet - Der VF700-AlCu im Test - 1/7
15.03.2005 by doelf
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Moderne Grafikkarten sind schnell und leistungsfähig, allerdings aber auch sehr leistungshungrig! Die auf ihnen verbauten Kühlerkonstruktionen sind aufwendig und zumeist recht laut. Wenn es nach NVIDIA geht, greift der Spieler heute gleich zu zwei Grafikkarten und setzt auf SLI. Das gibt dann aber nicht nur einen satten Performancezuwachs, sondern auch die doppelte Lärmbelastung durch die Grafikkarten. Wer dies ändern möchte, kann die Grafikkarte mit einem neuen Kühler bestücken, z.B. mit dem Zalman VF700-AlCu. Das ist allerdings kein preiswertes Vergnügen: 21,90 € kostet die von uns getestete Hybrid-Konstruktion aus Aluminium und Kupfer, die reine Kupfer-Variante VF700-Cu ist mit 25,20 € sogar noch ein wenig teurer. Dennoch sind wir der Meinung, daß sich der Umbau lohnt, denn Zalmans Fächerkonstruktion ist erstaunlich leistungsfähig!

Die Eckdaten des Zalman VF700-AlCu:

Diese Daten gelten auch für die Kupfer-Variante Zalman VF700-Cu, mit 270 Gramm ist diese jedoch 90 Gramm schwerer, als ihre hybride Schwester.


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Der Lieferumfang:

Obwohl die Konstruktion des Zalman VF700-AlCu auf eine größtmögliche Kompatibilität ausgelegt ist, kann man es nicht allen rechtmachen. So gibt es zwar viele Grafikkarten, die kompatibel sind, doch viele Modelle sind es nicht. Dazu gehören neben etlichen Modellen aus der 3D-Mittelklasse auch die Mitglieder aus ATis "All In Wonder"-Familie sowie die Parhelia und Millenium P750 von Matrox. Ein weiteres Problem stellen Bridge-Chips dar, welche den Einsatz von PCI-Express Grafikchips auf AGP-Grafikkarten (und umgekehrt) ermöglichen. Diese Bridge-Chips müssen zumindest passiv gekühlt werden, und wenn der Hersteller der Grafikkarte die GPU und den Bridge-Chip mit nur einem einzelnen Kühler versehen hat, steht man vor dem Problem, daß Zalmans Kühler den Bridge-Chip nicht mitkühlt.
Zalman bietet auf seiner Webseite zwei Listen an, die über kompatible und inkompatible Modelle informieren. Wir empfehlen dringend, vor dem Kauf in diese Listen zu schauen:

Das Test-Setup
Für unseren Test verwenden wir eine aktuelle PCI-Express Grafikkarte mit GeForce 6800 GPU (MSI NX6800-TD256E) sowie einen etwas betagten AGP-Boliden mit GeForce FX5900 Ultra (Asus V9950 Ultra). Doch auch wenn aktuelle Modelle die Performance der GeForce FX5900 Ultra leicht übertreffen können, ist diese GPU eine Herausforderung an jeden Kühler.

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Zalman bleibt seiner Linie treu und so gleichen die Grafikkarten-Kühler VF700Cu und VF700AlCu den CPU-Kühlern Zalman CNPS7000B-Cu und Zalman CNPS7000B-AlCu, die wir im letzten Jahr getestet hatten. Zalman verwendet dünne Metallplättchen für die Lamellen, die mit einer Schraubvorrichtung zusammengepreßt werden.


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Der daraus entstehende Block wird auf der Unterseite zu einer glatten Fläche poliert, an den Seiten fächern sich die Lamellen auf. Zalmans Konstruktion bietet entscheidene Vorteile:

Der hohe Aufbau des Kühlers blockiert allerdings einen Steckplatz und macht die Karte zu einem 2-Slot-Design. Im Gegensatz zu den zuletzt von uns getesteten GPU-Kühlern Arctic Cooling ATI Silencer 1 (Radeon 9500, 9700, 9800 SE bis Pro) und Arctic Cooling NV Silencer 5 (GeForce 6800 LE bis Ultra) verzichtet Zalman allerdings darauf, die Abluft direkt aus dem Gehäuse herauszuführen.


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Für die Montage nutzt Zalman lediglich zwei Befestigungspunkte. Dies ist in Hinblick auf die Kompatibilität sicher von Vorteil, wenn man jedoch bedenkt, daß die Platinen einer modernen Grafikkarte deutlich aufwendiger als die eines Mainboards aufgebaut sind, stellt sich die Frage, ob Zalman ohne Vierpunkt-Verschraubung und Konterplatte nicht riskiert, die Platine unnötig unter Spannung zu setzen. Wir werden diese Problematik bei der Montage genau im Auge behalten.


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Für Speicherchips in der BGA-Bauform packt Zalman acht kleine Kühlkörper aus blau eloxiertem Aluminium bei, auf deren Unterseite sich ein selbstklebendes Wärmeleitpad befindet. Allerdings gibt es auch einige Grafikkarten, auf denen sich gleich 16 Speicherchips befinden - z.B. unsere Asus V9950 Ultra.
Wir hatten eigentlich erwartet, daß Zalman seine Lüftersteuerung "Fanmate" beilegen würde. Stattdessen findet sich ein "Multi-Connector" von Molex auf 4 Lüfteranschlüsse im Lieferumfang, den Zalman auch den hauseigenen Netzteilen beipackt. Dieser liefert je zweimal 5 und 12 Volt. Somit lassen sich neben dem Lüfter des VF700AlCu auch noch drei weitere Lüfter anschließen.

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Montage auf der MSI NX6800-TD256E
Schritt 1: Der Original-Kühler wird demontiert.


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Schitt 2: Je ein Abstandsgummi wird auf die beiden Schraubgewinde gesteckt, dann führt man sie von der Rückseite aus durch die Befestigungslöcher der Karte und steckt je einen weiteren Abstandsgummi auf der Vorderseite auf. Danach befestigt man das zweite Gewinde und dreht dieses mit den Fingern fest. Man sollte für diesen Vorgang kein Werkzeug benutzen, da sonst die Gummipuffer beschädigt werden können.


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Schritt 3: Auf der Rückseite wird nun ein Spannbügel angebracht, der das Gewicht des Kühlkörpers kontern soll.


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Schritt 4: Nun würde man die Speicherkühler aufkleben, doch bei dem mit nur 300 MHz (DDR600) getakteten GDDR3-Speicher unserer MSI NX6800-TD256E ist dies nicht nötig. Wir heben uns die Kühlkörper für die zweite Testkarte auf, die ja 16 Chips zu versorgen hat.

Schritt 5: Als nächstes tragen wir Wärmeleitpaste auf der GPU auf.


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Schritt 6: Nun noch schnell den Kühler aufsetzen und verschrauben, fertig! Das kann sich doch sehen lassen:


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Montage auf der Asus V9950 Ultra
Auf der Asus V9950 Ulra verläuft die Montage sehr ähnlich. Auch hier wird zunächst der Original-Kühler demontiert.


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Allerdings haben wir auf dieser Karte den mit 425 MHz (DDR850) getakteten Speicher mit 16 Kühlkörperchen versehen:


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So sieht die fertig montierte Asus V9950 Ultra aus:


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Unsere Befürchtungen hinsichtlich der Zweipunktbefestigung waren unbegründet: Der Kühler liegt bei beiden Karten plan auf und keine Grafikkarte biegt sich durch.

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Kühlleistung: MSI NX6800-TD256E
Wir testen die Karten in einem geschlossenen und gedämmten Gehäuse, das mit zwei langsam drehenden Gehäuselüftern (1600 U/min) ausgestattet ist. Die ForceWare wurde auf DualView konfiguriert, so daß auf dem primären Monitor eine 3D-Anwendung läuft, während gleichzeitig auf der sekundären Anzeige die aktuelle Temperatur im Treiber angezeigt wird. Ein Hinweis für diejenigen, die dies Nachstellen wollen: Vertauschten wir die Anzeigegeräte, so wurde die Temperaturanzeige während der 3D-Anwendung nicht mehr aktualisiert!

Nach dem Windowsstart warten wir zunächst 20 Minuten und notieren dann die Temperaturen, die im Treiber angezeigt werden:

MSI NX6800-TD256E: IDLE - GPU-Temperatur/Umgebungstemperatur
VF700AlCu 12V41°C
28°C

VF700AlCu 5V43°C
30°C

Original-Kühler49°C
33°C

Schon im 2D-Betrieb liegt der Original-Kühler deutlich hinter Zalmans VF700AlCu, 8°C Unterschied sprechen eine deutliche Sprache!
Nun stellen wir im Treiber 1280x1024 Pixel Auflösung, 4-faches Anti-Aliasing und 8-fache anisotrophe Filterung ein und starten auf der primären Anzeige Futuremarks 3DMark2001SE in der Dauerschleife. Nach 20 Minuten notieren wir zwei komplette Durchläufe lang die Höchsttemperaturen. Tritt eine Spitze zumindest zweimal auf, so wird sie gewertet:

MSI NX6800-TD256E: LAST - GPU-Temperatur/Umgebungstemperatur
VF700AlCu 12V53°C
33°C

VF700AlCu 5V57°C
36°C

Original-Kühler71°C
41°C

Mit unglaublichen 14 bis 18°C Differenz bei der GPU-Temperatur wird der Original-Kühler deklassiert! Doch was ist mit der Umgebungstemperatur? Zalman verspricht, durch die Konstruktion des Kühlers auch diese deutlich senken zu können. Mit 5 bis 8°C Unterschied löst Zalman auch dieses Versprechen ein.

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Kühlleistung: Asus V9950 Ultra
Auch die GeForce 5900 Ultra testen wir in einem geschlossenen und gedämmten Gehäuse. Nach dem Windowsstart warten wir wieder 20 Minuten und notieren dann die Temperaturen, die im Treiber angezeigt werden:

Asus V9950 Ultra: IDLE - GPU-Temperatur/Umgebungstemperatur
VF700AlCu 12V44°C
30°C

VF700AlCu 5V49°C
34°C

Original-Kühler62°C
42°C

Obwohl Asus gleich zwei Lüfter und einen 320 Gramm schweren Kupferkühler verbaut hat, erreicht die GPU bereits im 2D-Betrieb satte 62°C. Der Zalman liegt 13 bis 18°C darunter, eine überzeugende Vorstellung!

Wir starten abermals die Dauerschleife 3DMark2001SE (1280x1024, 4xAA, 8xAF) und warten 20 Minuten, bevor wir zwei Durchläufe lang die Spitzen notieren. Dabei zeigt sich, daß der Temperatursensor der GeForce FX5900 Ultra deutlich größere Sprünge macht, als der unserer GeForce 6800. Von Sekunde zu Sekunde springt die Anzeige um bis zu 8°C!

Asus V9950 Ultra: LAST - GPU-Temperatur/Umgebungstemperatur
VF700AlCu 12V78°C
39°C

VF700AlCu 5V83°C
42°C

Original-Kühler94°C
55°C

Mit 94°C Kerntemperatur kommt die Asus V9950 Ultra im gedämmten Gehäuse schon heftig ins Schitzen. Deutlich besser geht es mit Zalmans VF700AlCu: 11 bis 16°C Differenz sind auch für uns eine faustdicke Überraschung! Auch die Umgebungstemperatur ist um 13 bis 16°C gesunken, Zalman hat also wirklich ganze Arbeit geleistet.

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Fazit
Zalmans VF700-AlCu arbeitet im 12 Volt-Betrieb deutlich leiser als die Original-Kühler unserer beider Testkarten Asus V9950 Ultra und MSI NX6800-TD256E. Dabei überzeugt der Kühler zudem mit einem unauffälligen Laufgeräusch und einer realistischen Herstellerangabe von 28,5 dB(A). Im 5 Volt-Betrieb ist der Zalman VF700-AlCu selbst in leisen Systemen nicht zu hören, auch hier ist die Herstellerangabe 18,5 dB(A) durchaus nicht übertrieben.

Allerdings stimmt nicht nur die Laufruhe sondern auch die Kühlleistung. Selbst im 5 Volt-Betrieb ist der Zalman VF700-AlCu den beiden Originalkühlern deutlich überlegen. Überrascht hat uns dies vor allem bei der Asus V9950, denn deren Original-Kühler wiegt satte 320 Gramm und setzt gleich zwei Lüfter ein. Dennoch ist das 180 Gramm Leichtgewicht namens VF700-AlCu dank seiner intelligenten Konstruktion um 11 bis 16°C überlegen!

Eine hervorragende Laufruhe und Kühlleistung - was spricht da noch gegen diesen GPU-Kühler? Zwei Punkte wären zu nennen: Zunächst sollte man sich bewußt machen, daß ein solcher Umbau auf Kosten der Garantie geht. Wird der Original-Kühler gegen einen anderen ausgetauscht, ist die Garantie der Grafikkarte erloschen. Weiterhin sollte vor dem Kauf unbedingt geprüft werden, ob die eigene Karte zu den kompatiblen oder aber den inkompatiblen Grafikkarten zählt.

Zu guter Letzt wäre da noch der Preis: 21,90 € sind nicht wenig, für das Gebotene aber durchaus angemessen.
Uns konnte der Zalman VF700-AlCu voll und ganz überzeugen: Editor's Choice!


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