Nachrichten
Artikel
Mitmachen
Shop
Kontakt
Sprache
 
Neu von MSI

Revoltec Alu Guard 3,5" HDD-Gehäuse für USB 2.0, eSATA und LAN - 13/15
11.10.2007 by doelf; UPDATE: 15.10.2007
Der komplette Artikel als Druckversion

Was ist NAS (Network Attached Storage)?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, ein Speichermedium ins Netzwerk einzubinden. Die am weitesten verbreitete Variante besteht darin, eine Festplatte des lokalen PC für die Netzwerknutzung freizugeben. Limitierende Faktoren für die Performance einer solchen Lösung sind in erster Linie die Netzwerkkarte des PC sowie die Leistungsfähigkeit des lokalen Computers. Alternativ kann man Speichermedien mit USB-Anschluss mit einigen Routern verbinden und die Datenträger auf diese Weise den Benutzern im Netzwerk zugänglich machen. Der Router, welcher zumeist ein minimiertes Linux oder BSD (z.B. FreeNAS) als Betriebssystem verwendet, funktioniert im Prizip als Mini-Computer mit USB-Festplatte. Konfiguriert werden solche Geräte über ein Webinterface.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wenn man den Mini-Computer in das Festplattengehäuse verlagert, hat man eine NAS-Lösung wie das "Revoltec Alu Guard 3,5" SATA zu LAN + USB 2.0". Auch diese Lösung basiert auf einem kompakten Linux oder BSD, die notwendigen Chips wurden lediglich aus dem Router in die externe Festplatte verlagert, so dass diese nun an jeden Switch angeschlossen werden kann. Die NAS-Festplatte bezieht ihre IP-Adresse vom DHCP-Server, kann aber auch eine feste IP zugewiesen bekommen. Sie meldet sich im Netzwerk wie ein normaler PC an und verfügt - wie ein Router - über eine webbasierende Konfiguration. Für den Datenaustausch wird das TCP-IP Protokoll genutzt, auch weitere Dienste wie beispielsweise ein FTP-Server sind bei NAS-Geräten üblich. Ist der Switch mit dem Internet verbunden, kann man auch über dieses auf das NAS-Laufwerk zugreifen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Allerdings hat NAS aufgrund des TCP-IP Protokolles auch Nachteile: Die Daten werden in sehr kleine Häppchen zerlegt und der Protokolloverhead ist extrem groß. Ein schneller Zugriff ist - wie auch unsere Benchmarks zeigen - damit kaum zu verwirklichen. Eine Alternative stellt Network Direct Attached Storage (NDAS) dar, welches beispielsweise vom dem zum Vergleich herangezogenen Jou Jye JJ-23VRU verwendet wird. Für NDAS werden Treiber benötigt, welche auf jedem Rechner, der auf die Festplatte zugreifen soll, installiert werden müssen. Zudem ist es notwendig, das NDAS-Laufwerk durch die Angabe einer eindeutigen Geräte-ID sowie eines Codes für den Schreibzugriff einzurichten. NDAS-Laufwerke arbeiten deutlich schneller als NAS-Lösungen, können jedoch nicht über das Internet angesprochen werden und bieten keine weiteren Dienste.

NAS einrichten
Die Anleitung von Revoltec erweist sich in diesem Punkt als unnötig umständlich. Der Benutzer soll die Standard-IP des Gehäuses - 192.168.0.100 - in seinem Webbrowser aufrufen. Sollte der Router einen anderen Adressbereich vergeben, soll die Netzwerkkonfiguration entsprechend angepasst werden. Ein Blick in die Konfiguration unseres Router zeigt, dass sich das "Revoltec Alu Guard 3,5" SATA zu LAN + USB 2.0" bereits eine Adresse via DHCP besorgt hat und den Namen "Alu_guard_lan" trägt. Mit diesem Namen kann man das Gehäuse auch dann im Webbrowser aufrufen, wenn seine IP-Adresse nicht bekannt ist.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sofern die richtige Arbeitsgruppe eingestellt wurde, findet sich die NAS-Festplatte natürlich auch dort:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Unsere Festplatte ist noch mit NTFS formatiert, damit kann sie als NAS-Laufwerk nur gelesen, aber nicht beschrieben werden:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Um Schreibrechte zu erlangen, muss die NAS-Festplatte mit dem Dateisystem XFS oder FAT32 formatiert werden, gleichzeitig wird auch ein Benutzermanagement eingerichtet. Als ganz großer Nachteil erweist sich allerdings, dass die neu formatierte Festplatte nicht mehr als USB-Laufwerk verwendet werden kann. Windows kann mit XFS nichts anfangen und meldet ein unbekanntes Dateisystem. Verwenden wir FAT32, wird die Festplatte unter Windows zwar gefunden, doch der Inhalt des Datenträgers liest sich etwas kryptisch:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Angesichts der niedrigen Übertragungsrate im NAS-Betrieb, wäre uns der alternative Zugriff per USB 2.0 sehr willkommen gewesen. Schade finden wir zudem, dass Revoltec diese Einschränkung im Handbuch mit keinem Wort erwähnt. Nachdem die Festplatte formatiert wurde und einsatzbereit ist, richtet man die Benutzer und die Zugriffsrechte ein. Man kann sogar eine Zeit angeben, zu der die Festplatte täglich einschalten soll. Eine Abschaltzeit wäre weniger sinnvoll und ist daher nicht vorhanden, das Gerät muss folglich am Ende des Arbeitstages manuell ausgeschaltet werden. Wir haben die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten im Rahmen der Fotostrecke dokumentiert.

Weiter: 14. Fazit #1

1. Lieferumfang und Unterschiede der Modelle
2. Das Äußere
3. Im Inneren
4. Einbau der Festplatte
5. Setup und SiSoft Sandra 2005 - Leserate
6. SiSoft Sandra 2005 - Schreibrate
7. HD Tune - Transferrate
8. HD Tune - Burstrate
9. HD Tune - Zugriffzeit
10. HD Tune - CPU-Last
11. Schallmessung
12. Stromverbrauch, Kühlung und Dämmung
13. NAS: Hintergünde und Einrichtung
14. Probleme und Fazit #1
15. Probleme und Fazit #2

Diesen Testbericht diskutieren...

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]
© Copyright 1998-2016 by Dipl.-Ing. Michael Doering. [ Nutzungsbedingungen ]
Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]

Ihr Homepage-Baukasten von Wix.

Einfach.
Schnell.
Ohne Vorkenntnisse.
Au-Ja Testurteil:
Sehr Gut
Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]
generated on
08.12.2016 17:04:59
by Jikji CMS 0.9.9c