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Dein neues iPhone X wurde von Schülern in Überstunden montiert

reported by doelf, Donnerstag der 23.11.2017, 14:56:47 Uhr

Apples Auftragsfertiger Hon Hai Precision Industry (Foxconn) hat Oberschüler im Rahmen eines verpflichtenden Praktikums bei der Montage des neuen iPhone X Überstunden und Nachtschichten schieben lassen. Dies stellt einen Verstoß gegen chinesische Gesetze dar, wobei das dortige Arbeitsrecht schon sehr liberal gefasst ist. Apple hat den Vorfall bestätigt.

Nach einem Bericht der Financial Times mussten 3.000 Schüler der "Zhengzhou Urban Rail Transit School" bei Foxconn zu einem dreimonatigen Praktikum antreten, um Berufserfahrung zu sammeln. Die Montage des iPhone X hat zwar nichts mit der Ausbildung dieser Schüler zu tun, dennoch wurde das Praktikum als Pflichtveranstaltung angesetzt. Offenbar sollten die Jugendlichen helfen, die hohe Nachfrage für das iPhone X zu decken.

Anscheinend gibt es rein rechtlich am Vorgehen der Schule nichts auszusetzen, doch die Schüler wurden von ihren Vorarbeitern bei Foxconn auch zu Überstunden gedrängt. Wie Kontrollen ergaben, hatten die Jugendlichen elf Stunden pro Tag gearbeitet, doch das chinesische Recht beschränkt die Arbeitszeit im Rahmen solcher Praktika auf 40 Stunden pro Woche. Foxconn sieht das ganze nicht so kritisch, schließlich hätten die Schüler freiwillig Überstunden und Nachtschichten geleistet und wären dafür auch bezahlt wurden.

Laut Li Qiang, Mitbegründer der in New York beheimateten "China Labor Watch", ist Apple bereits seit Wochen über die illegale Schülerarbeit informiert. Schritte, um diese zu unterbinden, hätte das Unternehmen aber nicht unternommen. Offenbar war es dem Konzern wichtiger, ausreichende Stückzahlen des ab 1.149 Euro erhältlichen Smartphones zu produzieren. Schließlich warten weltweit noch unzählige Kunden auf ihre neuen Telefone. Und die Aktionäre warten auf neue Rekordergebnisse.

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