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Uber verschweigt (schon wieder) einen Datendiebstahl

reported by doelf, Mittwoch der 22.11.2017, 09:05:54 Uhr

Der Fahrdienstleister Uber wurde vor einem Jahr erfolgreich von Hackern angegriffen und hatte diesen Vorfall wieder einmal unter den Teppich gekehrt. Damit die persönlichen Daten von 57 Millionen Kunden nicht weiterverkauft oder veröffentlicht werden, hatte Uber den Hackern sogar 100.000 US-Dollar gezahlt.

Auch wenn die Katze jetzt aus dem Sack ist, schweigt sich Uber in den sozialen Medien zu diesem Vorfall aus. Weder über Facebook noch Twitter werden die Kunden informiert und auch auf der deutschen Uber-Seite konnten wir keinerlei Informationen finden. Die englischsprachige Unternehmensseite konnten wir nicht überprüfen, da Uber immer auf die deutsche Version umleitet und die Sprachauswahl seit längerer Zeit ohne Funktion ist. Somit landen wir letztendlich auf einer gänzlich leeren Webseite.

Über CNBC konnten wir erfahren, dass bei dem Angriff die Daten von 57 Millionen Nutzern gestohlen wurden. Auch die Daten von 600.000 Fahrern aus den USA sind darin enthalten, darunter ihre Namen, E-Mail-Adressen, Mobiltelefonnummern und Führerscheinnummern. Laut Uber konnten die Hacker wahrscheinlich keine Geburtsdaten, Bewegungsprofile, Kreditkarten-, Konto- oder Sozialversicherungsnummern einsehen. Den US-Fahrern sichert Uber kostenlosen Schutz vor Identitätsdiebstahl sowie eine Überwachung ihrer Kontenbewegungen zu.

Ubers Management und der damalige Sicherheitschef Joe Sullivan, der im April 2015 von Facebook zum Fahrdienstleister gewechselt war, hatten sich dagegen entschieden, den Vorfall zu melden und die Sicherheitsbehörden einzuschalten. Stattdessen zahlte die Firma 100.000 US-Dollar an die Hacker, welche im Gegenzug zusicherten, ihre Beute zu löschen. Ob dies tatsächlich geschehen ist, lässt sich natürlich nicht nachprüfen. Laut Uber erfolgte der Diebstahl durch zwei Personen über den Cloud-Dienst eines nicht benannten Drittanbieters.

Als erste Konsequenz wurde Ubers Sicherheitschef Joe Sullivan gefeuert, der damalige CEO Travis Kalanick ist schon seit Juni 2017 nicht mehr im Amt. Damit dürfte die Sache allerdings noch nicht ausgestanden sein, denn schon im Jahr 2014 hatte Uber einen Datendiebstahl verschwiegen. In einer Einigung mit der US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) hatte Uber dieser zugestanden, sich für die nächsten 20 Jahre regelmäßigen Datenschutzprüfungen zu unterwerfen.

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