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Windows 11 24H2: M.2-SSDs von Western Digital und Sandisk benötigen Updates

Meldung von doelf, Donnerstag der 17.10.2024, 13:18:18 Uhr

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Wer in seinem Computer M.2-SSDs von Western Digital oder Sandisk verwendet und Windows 11 auf die neue Version 24H2 aktualisiert, kann schon kurze Zeit später Abstürze erleben. Betroffen sind die 2TB-Modelle der Baureihen WD Black SN770, WD Black SN770M, WD Blue SN580, WD Blue SN5000 und Sandisk Extreme M.2. Western Digital und Sandisk haben bereits Firmware-Updates veröffentlicht.

Offenbar ein Firmware-Bug
Das Problem tritt ausschließlich in Verbindung mit Windows 11 24H2 auf und äußert sich in Bluescreens (BSOD), also Systemabstürzen. Schuld ist die Funktion HMB (Host Memory Buffer) des NVM-Express-Protokolls, eine Low-Level-Shared-Memory-Schnittstelle, die Hochleistungsanwendungen wie kleine Payload-Kontrollschleifen und große Direktzugriffspuffer ermöglichen kann. Kurz gesagt können die SSDs den Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwenden. Microsoft hat seine HMB-Implementierung in Windows 11 24H2 erweitert, um größere Speichermengen als Cache zur Verfügung zu stellen, doch damit kommt die bisherige Firmware der betroffenen SSDs nicht zurecht. Als Notbehelf kann man HMB in der Registry deaktivieren, indem man den Schlüssel HMBAllocationPolicy auf 0 setzt. Dieser Schlüssel findet sich unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\StorPort.

Updates sind verfügbar
Da Sandisk zu Western Digital gehört, erfolgt das Einspielen der neuen Firmware in beiden Fällen über die Software Western Digital Dashboard (110 MiB), welche ausschließlich für Windows angeboten wird. Dieses Programm erkennt die Verfügbarkeit einer neuen Firmware-Version und führt auch deren Installation durch. Wie üblich raten die Hersteller, vor dem Aufspielen der neuen Firmware eine Sicherung aller wichtigen Daten durchzuführen. Wenn das Update schief läuft, beispielsweise aufgrund eines Stromausfalls oder eines Systemabsturzes, sind in der Regel alle darauf gespeicherten Daten verloren!

UPDATE
In unserer ursprünglichen Meldung fehlte die URL zur gemeinsamen Support-Meldung von SanDisk und Western Digital. Diese habe wir nun eingepflegt. Zudem haben wir Anfragen erhalten, ob auch SSDs mit anderen Speichergrößen als 2 TB betroffen sind. Andere Medien hatten dies offenbar gemeldet. Betrachtet man die Support-Meldung, werden darin ausschließlich die 2-TB-Varianten als betroffen aufgeführt:

  • WD_BLACK SN770 NVMe SSD 2TB (Modellnummern: WDBBDL0020BNC..., WDS200T3X0E...; Firmware: jede vor 731130WD)
  • WD_BLACK SN770M NVMe SSD 2TB (Modellnummern: WDBDNH0020BBK..., WDS200T3X0G...; Firmware: jede vor 731130WD)
  • WD Blue SN580 NVMe SSD 2TB (Modellnummern: WDBWMY0020BBL..., WDS200T3B0E...; Firmware: jede vor 281050WD)
  • WD Blue SN5000 NVMe SSD 2TB (Modellnummern: WDBS3F0020BNC..., WDS200T4B0E...; Firmware: jede vor 291020WD)
  • SanDisk Extreme M.2 NVMe SSD 2TB (Modellnummern: SDSSDX3N-2T00...; Firmware: jede vor 731130WD)

Wir raten jedoch allen Nutzern von SSDs aus den betroffenen Baureihen, das Western Digital Dashboard herunterzuladen und auszuführen. Sollte es Updates abseits der 2-TB-Modelle geben, werden diese darin angezeigt. Und bitte nicht vergessen, vor dem Firmware-Update alle wichtigen Daten auf einem anderen Medium zu sichern!

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