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Microsoft beerdigt das Windows Subsystem für Android (WSA)

Meldung von doelf, Mittwoch der 06.03.2024, 16:40:30 Uhr

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Unter Windows 11 kann man Android-Apps ausführen. Noch. Denn Microsoft wird das Windows Subsystem für Android (WSA) zum 5. März 2025 einstellen. Dies kündigt Microsofts Kooperationspartner Amazon an, dessen Amazon Appstore mit dem heutigen Tag aus dem Microsoft Store entfernt wurde. Die bereits installierten Apps bleiben voraussichtlich bis zum 5. März 2025 funktionsfähig.

Wer bei Microsoft nachschaut, wird zumindest auf der deutschsprachigen Seite zum Windows-Subsystem für Android noch nicht fündig, denn diese wurde noch nicht aktualisiert. Auf der englischsprachigen Informationsseite wird die Einstellung des Dienstes indes bestätigt. Ähnlich stiefmütterlich wie seine Beendigung verlief auch die Entwicklung des WSA, welches auf dem Intel Bridge Runtime Compiler basiert.

Microsoft hatte WSA am 21. Oktober 2021 in die Beta-Versionen von Windows 11 integriert und die Nutzung zunächst auf Benutzer in den Vereinigten Staaten von Amerika beschränkt. Am 15. Februar 2022 wurde WSA für die stabilen Versionen von Windows 11 freigegeben, abermals zunächst nur in den USA. Neben der manuellen Installation von Android-Paketen im APK-Dateiformat wurde auch der Amazon Appstore über den Microsoft Store bereitgestellt. Doch auch dessen Nutzung schloss bis zum Ende die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas fast vollständig aus.

In der Praxis hatte WSA den Beta-Status eigentlich nie verlassen und blieb gerne schon beim Start hängen. Seitens Microsoft war hierzu praktisch keine Hilfe zu bekommen, so dass man sich auf Tipps von Dritten verlassen musste. Etwas besser wurde die Lage im Dezember 2022, als der Stand von WSA auf Android 13 aktualisiert wurde. Danach passierte nicht mehr viel und man fühlte sich an die ebenfalls gescheiterte Windows Bridge for Android (Astoria) unter Windows 10 Mobile erinnert. Auch der Amazon Appstore kam zuweilen nicht über seine Startseite hinaus und hatte dann kaum brauchbare Apps zu bieten.

Das bevorstehende Ende von WSA ist letztendlich kein großer Verlust. Es wirft allerdings die Frage auf, warum Microsoft (und andere IT-Größen) so oft nicht in der Lage sind, ein vielversprechendes Konzept zu Ende zu denken. Es reicht eben nicht, ein Proof of Concept (POC) bereitzustellen. Man muss einen solchen Dienst auch fertig entwickeln, pflegen und seine Nutzer dazu bringen, ihn zu verwenden. Und das funktioniert nur, wenn man seinen Kunden einen Mehrwert bietet. Zusätzliche Probleme und sinnfreie Apps waren keine Argumente, um WSA zum Durchbruch zu verhelfen.

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