Praxistest: Teslas aktueller Autopilot schafft 96 Kilometer ohne Unfall
Meldung von doelf, Dienstag der 23.09.2025, 23:15:35 UhrJustin Demaree, der sich als Influencer Bearded Tesla Guy
nennt, wollte zusammen mit einem Freund die Alltagstauglichkeit von Teslas Full Self-Driving
-System in der aktuellen Version 13.9 beweisen und mit einem Tesla Model Y die USA durchqueren. Von den geplanten 2.336 Meilen schafften sie allerdings nur 60, denn ihr Tesla übersah einen Gegenstand auf der Fahrbahn.
Sich einmal voll automatisch von der Westküste (San Diego, Kalifornien) zur Ostküste (Jacksonville, Florida) der USA chauffieren lassen und ein Video darüber veröffentlichten, so war der Plan des bärtigen Tesla Fans. Laut Google Maps ist diese Strecke 2.336 Meilen (3.759 Kilometer) lang und führt entlang der Südküste des Landes durch die Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, New Mexico, Texas, Louisiana, Missisippi, Alabama und Florida. Doch entgegen der Planung endete die Tour bereits in Kalifornien, denn nach nur 60 Meilen (96 Kilometern) ignorierte das Full Self-Driving
-System ein großes und offensichtlich sehr hartes Objekt, das mitten auf der Fahrbahn lag. Es handelte sich um einen Metallträger, den vermutlich ein anderes Fahrzeug verloren hatte.
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Das große Stück Metall ist im Video schon aus der Ferne deutlich zu erkennen und angesichts der moderaten Geschwindigkeit von 75 mph (120,7 kmh), in Kalifornien sind eigentlich maximal 70 mph (113 km/h) erlaubt, hätte ein menschlicher Fahrer ausreichend Zeit zum Bremsen oder Ausweichen gehabt. Das Full Self-Driving
-System reagierte indes gar nicht. Dies zeigt einmal mehr, dass Teslas Ansatz, ausschließlich auf Kameras und Bilderkennung zu setzen, seine Grenzen hat und mit außergewöhnlichen Situationen nicht gut zurechtkommt. Nach einem Selbsttest des Model Y beschloss Demaree, die Fahrt fortzusetzen. Doch schon kurze Zeit später gab es Warnmeldungen sowie seltsame Geräusche. Auf einer Hebebühne zeigte sich, wie heftig der Einschlag tatsächlich war.
Nach einer improvisierten Reparatur ging es zunächst weiter, doch die Probleme hörten nicht auf. Das Laden funktionierte nicht mehr richtig, da der Einschlag die Batterie beschädigt hatte. Die Batterie und etliche andere Teile mussten ausgetauscht werden. Und so endet der Versuch im sechsten Teil der Videoserie mit einer Werkstattrechnung über 22.275,82 US-Dollar in Tucson, Arizona. Laut Werkstatt bestand schon vor dem Einschlag ein Batterieproblem, weshalb deren Austausch auf Garantie durchgeführt wurde. Das ist Glück für Justin Demaree, doch ein Batterieschaden nach nur 12.000 Meilen (19.312,13 km) wirft weitere Fragen auf. Letztendlich bleibt festzuhalten, dass Tesla auch im Jahr 2025 noch weit vom vollständig autonom fahrenden Auto entfernt ist.