Werbung
ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider


FRITZ!OS 08.20 und 08.21: Fehler bremst Glasfaserverbindungen aus

Meldung von doelf, Donnerstag der 12.02.2026, 13:55:10 Uhr

logo

In FRITZ!OS 08.20 und 08.21, also der stabilen Firmware-Version für die Mehrzahl der aktuellen FRITZ!Boxen, steckt ein Fehler, der Glasfaseranschlüsse stark ausbremsen kann. Das Problem tritt offenbar nur dann auf, wenn ein externes Glasfasermodem vor der FRITZ!Box hängt. Zudem dauert es rund 24 Stunden, bis die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen Modem und Router einbricht. Es gibt aktuell mehrere Möglichkeiten, diesen Fehler zu umschiffen.

Das Problem
Das Problem wird zumeist im Zusammenhang mit der FRITZ!Box 7690 und FRITZ!OS 08.20 gemeldet. Es steckt in der Paketbeschleunigung, welche standardmäßig mit Hardware-Beschleunigung arbeitet. Dabei kommen spezielle Schaltkreise zum Einsatz, die sich offenbar verschlucken können und dann einen Datenstau auslösen. Wird die Hardware-Beschleunigung deaktiviert, übernehmen die Kerne des FRITZ!Box-Prozessors diese Aufgabe, was zwar weniger effizient ist, aber zumindest zuverlässig funktioniert. Gegenüber heise online hat Fritz das Problem eingeräumt, während sich die Wissensdatenbank als unwissend erweist. Der Support sollte den Fehler kennen, schließlich wurde er in der Labor-Testphase von mehreren Testern regelmäßig gemeldet.

Workaround #1: Hardware-Beschleunigung abschalten
Dazu meldet man sich mit dem Webbrowser bei seiner FRITZ!Box, die sich im lokalen Netzwerk üblicherweise unter dem Namen fritz.box finden lässt, an. Nun im seitlichen Menü den untersten Punkt Hilfe und Info anklicken, dann auf der folgenden Seite ganz nach unten scrollen und auf FRITZ!Box Support (neben Rechtliches) klicken, auf der Support-Seite wieder recht weit nach unten bis zum Punkt Paketbeschleunigung scrollen und dort den Haken bei Hardware-Beschleunigung aktiv entfernen. Je nach Modell kann man alternativ auch Paketbeschleunigung inaktiv auswählen. Durch einen Klick auf Einstellung übernehmen wird die Hardware-Beschleunigung für die aktuelle Sitzung abgeschaltet. Wird die FRITZ!Box neu gestartet, ist die Hardware-Beschleunigung allerdings wieder aktiv und man muss sie im Fehlerfall erneut abschalten.

Workaround #2: Die Labor-Firmware
Laut Fritz wurde das Problem in der aktuellen Labor-Firmware der FRITZ!Box 7690 bereits behoben. Das wäre die Version 8.24-129020 vom 5. Februar 2026, doch in der Zusammenfassung Neues und Verbesserungen konnten wir für die FRITZ!Box 7690 keinen passenden Eintrag finden. Auch nicht im Abschnitt Verbesserungen im FRITZ!OS 8.24-129020, der sich ganz unten befindet und für diesen Fall ausschlaggebend wäre. Die Labor-Version 08.24 gibt es auch für weitere FRITZ!Boxen, darunter die Modelle 7590 AX, 7590, 7530 AX, 7530, 6860 5G, 6850 5G, 6850 LTE, 6690 Cable, 6670 Cable, 6660 Cable, 6591 Cable, 5690 und 5530 Fiber. Wer mit vergleichbaren Problemen zu kämpfen hat, kann also ausprobieren, ob die Labor-Firmware bei der heimischen FRITZ!Box für Abhilfe sorgt.

Download: FRITZ!OS Labor-Version 08.24

Workaround #3: Downgrade auf FRITZ!OS 8.0x
Da das Problem mit der vorherigen FRITZ!OS-Version 8.0 noch nicht aufgetreten war, besteht auch die Möglichkeit eines Downgrades. Allerdings finden sich ältere FRITZ!OS-Versionen derzeit weder über die Wissensdatenbank noch unter service.avm.de. Wer FRITZ!OS 8.0x in Form des Wiederherstellungsprogramms für seine FRITZ!Box noch vorliegen hat, kann ein Downgrade versuchen. Dabei gehen allerdings alle Einstellungen verloren und auch etwaige Sicherungen, die mit neueren FRITZ!OS-Versionen erstellt wurden, lassen sich nur noch mit Tricks importieren und können aufgrund geänderter Funktionen für neue Probleme sorgen.

Und jetzt?
Wir würden zunächst den Workaround #1 ausprobieren. Falls dieser zuverlässig für Abhilfe sorgt, bietet sich die Installation der Labor-Version 08.24 an, sofern diese für den eigenen Router verfügbar ist.

Projekte von Freunden
Robert Mehl erbringt alle fotografischen und redaktionellen Dienstleistungen rund um das Bauwesen:
Wort und Bild aus einer Hand