Arbeitsspeicher: Der Preisverfall schwächt sich etwas ab

Meldung von doelf, Donnerstag der 07.10.2021, 16:07:13 Uhr

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Auch im Laufe der vergangenen vier Wochen sind die Preise für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan weiter gefallen, allerdings nicht so kräftig wie im Vormonat. Der Kursrutsch spannt diesmal von -1,51 bis -4,41 Prozent. Traditionell werden im vierten Quartal besonders viele PCs produziert und abgesetzt, womit auch die Nachfrage für Arbeitsspeicher ansteigt. In diesem Jahr kommt die Markteinführung von Windows 11 hinzu.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der heute für durchschnittlich 7,901 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 1,51 Prozent billiger geworden, Anfang September hatten wir einen Rückgang um 5,13 Prozent notiert. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 7,272 US-Dollar deutlich günstiger. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) allerdings schon für 5,240 US-Dollar (-3,55%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hat ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte heute mit 3,636 US-Dollar und damit um 3,19 Prozent unter dem Kurs von Anfang September. Im ersten Quartal waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), ab dem zweiten folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und seit August sehen wir eine klare Abwärtstendenz (-3,14%; -15,42%). Seit Januar 2021 sind die 8Gb-DDR4-Chips um 5,09 Prozent teurer geworden und binnen zwölf Monaten ist der Preis um 23,13 Prozent geklettert.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich um 4,41 Prozent auf 2,577 US-Dollar gefallen. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), dann ging es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%). Seit Januar 2021 ist der Kurs dieser Chips um 37,81 Prozent geklettert und binnen zwölf Monaten beläuft sich der Aufschlag sogar auf happige 78,71 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1556 US-Dollar wert und notierte damit um -2,23 Prozent schwächer als Anfang September 2021. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 1,51 Prozent verloren. Da der anhaltende Chipmangel die DRAM-Produktion nicht betrifft, dürfte das aktuelle Überangebot noch bis zum Jahresende für fallende bzw. zumindest für stagnierende Kurse sorgen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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